Server und Speicher
Windows Server ohne Support: ersetzen, in die Cloud oder weiterbetreiben
Windows Server 2016 bekommt am 12. Januar 2027 zum letzten Mal reguläre Sicherheitsupdates von Microsoft. Der Server läuft danach weiter, nur bleibt jede Lücke offen, die ab dann bekannt wird.
Für einen kleinen Betrieb gibt es drei Wege: den Server ersetzen, ihn in die Cloud holen oder die Updates gegen Geld verlängern. Welcher passt, entscheiden zwei Dinge aus Ihren Unterlagen, nämlich die Lizenz und die Fachanwendung.
Stand: 29.09.2026
Bis wann Microsoft welche Version pflegt
Die großen Versionen von Windows Server pflegt Microsoft mindestens zehn Jahre lang. In den ersten fünf Jahren gibt es den vollen Support, in den zweiten fünf nur noch Sicherheitsupdates. Für die vier jüngsten Versionen sieht das so aus:
| Version | Sicherheitsupdates bis |
|---|---|
| Windows Server 2016 | 12.01.2027 |
| Windows Server 2019 | 09.01.2029 |
| Windows Server 2022 | 14.10.2031 |
| Windows Server 2025 | 14.11.2034 |
In Microsofts Lebenszyklus-Tabelle steht bei Server 2016 der 13. Januar 2027, 6:59:59 Uhr, gerechnet in pazifischer Zeit. Im Fließtext nennt Microsoft den 12. Januar, und das ist der letzte Tag mit Updates.
Die Version 2025 ist die, die Microsoft selbst als nächsten Schritt nennt. Alle übrigen Termine für Ihre Software stehen gesammelt bei den Support-Enden, jeder mit seiner Quelle.
Was ab dem 13. Januar 2027 fehlt
Am Betrieb des Servers ändert sich an dem Tag nichts, er fährt hoch und arbeitet wie am Abend vorher. Neue Sicherheitsupdates bekommt der Server ab dann nur noch über eine Verlängerung oder in Azure.
Auf einem Terminalserver mit Microsoft 365 Apps kommt eine Eigenheit dazu. Office bekommt dort noch bis zum 10.10.2028 Sicherheitsupdates, bleibt aber auf der Version 2602 stehen. Das Windows darunter bekommt dagegen nur bis Januar 2027 Updates. Office wird dort also länger gepflegt als das System, auf dem es läuft.
Den Server ersetzen
Microsoft empfiehlt den Umstieg auf die aktuelle Version und beschreibt dafür zwei Arten. Entweder kommt ein neuer Server, auf den Anwendungen und Daten umziehen, oder das bestehende Gerät bekommt ein Upgrade.
Von 2016 aus geht dieses Upgrade laut Microsoft direkt auf 2019, 2022 oder 2025. Zwei Haken nennt Microsoft gleich mit. Nicht jede Serverrolle lässt sich auf diese Weise mitnehmen, und anders als bei Windows am Arbeitsplatz braucht jedes Upgrade eine eigene Lizenz.
Welche Lizenzen ein neuer Server braucht und warum dabei jeder Prozessorkern zählt, steht bei Server kaufen. Vorher gehört eine Frage an Ihr Softwarehaus, nämlich auf welcher Version Ihre Anwendung freigegeben ist. Wie man sie so stellt, dass die Antwort schriftlich kommt, zeigt die Seite zu Branchensoftware und Windows 11. Für den Server gilt dasselbe.
Den Server in die Cloud holen
Der zweite Weg bringt den Server als virtuelle Maschine in Microsofts Rechenzentrum, also nach Azure. Für Server, die dort laufen, gibt es die verlängerten Sicherheitsupdates nach Microsofts Angaben ohne Aufpreis zur Maschine dazu.
Wer seinen Server mit vorinstallierter Lizenz gekauft hat, dem empfiehlt Microsoft genau zwei Dinge, nämlich auf eine unterstützte Version umzusteigen oder den Server in Azure zu betreiben. In Azure bezahlen Sie dann laufend für die Maschine.
Nicht immer muss der ganze Server umziehen. Die Dateien können nach Microsoft 365 wandern, und manche Fachanwendung gibt es beim Hersteller als Mietmodell. Ob Sie überhaupt noch einen eigenen Server brauchen, lässt sich mit zwei Fragen klären. Was beide Wege auf Dauer kosten, zeigt die Rechnung mit Cloud und eigenem Server.
Gibt es für Windows Server 2016 Sicherheitsupdates gegen Geld?
Ja, über den Microsoft-Dienst Azure Arc, und zwar für die Zeit vom 12. Januar 2027 bis Januar 2030. Microsoft nennt dafür nur die Ausgaben Standard und Datacenter und verlangt Software Assurance oder ein gleichwertiges Server-Abonnement. Abgerechnet wird monatlich nach Prozessorkernen, und der Server braucht dafür eine Verbindung zu Azure. Microsoft selbst beschreibt die Verlängerung als vorübergehende Brücke bis zum Umstieg.
Wer erst nach dem Stichtag einsteigt, zahlt die Monate seit dem 12. Januar 2027 nach. Das steht so in Microsofts Abrechnungsregeln, und Abschalten und neu Anlegen ändert daran nichts. Die Ausgabe Essentials taucht in Microsofts Liste für die Verlängerung nicht auf. Wer sie hat, prüft das deshalb zuerst.
Wer den Server damals ohne Software Assurance gekauft hat, erfüllt die Bedingung nicht. Was das für Einzel- und OEM-Lizenzen heißt, steht im Abschnitt zu Server 2016 auf der Seite zu den Terminen der Hersteller.
Wenn auf dem Server auch Exchange läuft
Wer den Server tauscht, hat darauf oft auch das Postfach des Betriebs, also einen Exchange Server. Exchange 2016 und 2019 haben ihren letzten Tag mit Updates schon hinter sich, das war der 14. Oktober 2025. Der Nachfolger heißt Exchange Server Subscription Edition, kurz SE, und hat bei Microsoft kein festes Enddatum.
Exchange SE unterstützt Microsoft nur auf Windows Server 2019, 2022 oder 2025, auf einem Server 2016 also nicht. Auch das Windows unter einem installierten Exchange auf eine neue Version zu heben, sieht Microsoft nicht vor.
Von Exchange 2016 aus geht es nur mit einem neuen Server zu SE. Er kommt neben den alten, die Postfächer ziehen um, und danach wird der alte Server abgebaut. Direkt über die alte Installation lässt sich SE nur bei Exchange 2019 mit dem Stand CU14 oder CU15 legen. Ab einer der nächsten Aktualisierungen von SE lässt die Installation keinen alten Exchange mehr neben sich zu.
Für die Lizenz verlangt Microsoft ein laufendes Abonnement. Das ist entweder Software Assurance auf Server und Zugriffslizenzen oder eine passende Cloud-Lizenz für jeden, der auf den Exchange zugreift. Microsoft nennt als Beispiel die Lizenzen Microsoft 365 E3 und E5. Für einen Postfachserver empfiehlt Microsoft dazu mindestens 128 GB Arbeitsspeicher.
Der andere Weg ist das Postfach bei Microsoft, also Exchange Online. Wie der Umzug nach Exchange Online abläuft, ohne dass die Mails stillstehen, steht auf einer eigenen Seite.
Drei Dinge, die Sie vorher nachsehen
Version und Ausgabe
In den Systemeinstellungen des Servers steht neben der Version auch die Ausgabe, also Standard, Datacenter oder Essentials. An der Ausgabe hängt, ob die Verlängerung überhaupt in Frage kommt.
Wie die Lizenz gekauft wurde
Die Lizenz kam entweder über einen Volumenvertrag mit Software Assurance, als laufendes Abonnement oder zusammen mit dem Gerät. Nur die ersten beiden öffnen die Verlängerung im eigenen Haus.
Was auf dem Server läuft
Ein einziger Server kann die Dateien und die Anmeldung im Netzwerk. Dazu kommen die Fachanwendung, ein Terminaldienst oder Exchange. Jede dieser Aufgaben zieht auf ihre eigene Weise um, und für die Fachanwendung zählt die Freigabe des Herstellers.
Was wir bei einem Serverwechsel übernehmen
Wir sind die externe IT-Abteilung für Betriebe und Vereine im Raum Köln, die keine eigene haben.
Den neuen Server planen wir mit Ihnen, richten die virtuellen Server darauf selbst ein und ziehen die Daten um. Die Umstellung selbst legen wir, abgestimmt mit Ihnen, gern auf ein Wochenende. Bis dahin warten wir den alten Server weiter wie jeden anderen.
Vor dem Umzug klären wir mit dem Hersteller Ihrer Fachanwendung, ob sie auf der neuen Version freigegeben ist. Die Verlängerung für Server 2016 bieten wir ebenfalls an, gedacht für Server mit einer Anwendung, die sich nicht umstellen lässt. Ob Ihre Lizenz sie erlaubt, sehen wir mit Ihnen in den Unterlagen nach.
Wie wir so ein Projekt abrechnen und was die laufende Betreuung kostet, steht auf So rechnen wir ab.
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Quellen
- Microsoft Lebenszyklus zu Windows Server 2016, 2019, 2022 und 2025. Daraus die Termine der Tabelle, die Microsoft in pazifischer Zeit angibt.
- Microsoft Techcommunity, Ankündigung der Verlängerung für Server 2016 über Azure Arc vom 06.08.2026. Daraus der Zeitraum bis Januar 2030 und die Ausgaben Standard und Datacenter.
- Microsoft Learn zu Azure Arc für Server 2016: Lizenz, Vorbereitung und Abrechnung. Daraus die Bedingung mit der Software Assurance, die Abrechnung nach Kernen ab dem 13.01.2027 und die Nachberechnung bis zum 12.01.2027.
- Microsoft Learn, Fragen und Antworten zur Verlängerung. Daraus die Brücke bis zum Umstieg, die Updates in Azure ohne Aufpreis und die Empfehlung bei vorinstallierter Lizenz.
- Microsoft Learn, Übersicht der Verlängerung für Windows Server. Daraus die zehn Jahre je Version und die Empfehlung zum Umstieg.
- Microsoft Learn, Upgrade von Windows Server planen. Daraus die Upgrade-Pfade ab 2016, die Rollen und die eigene Lizenz je Upgrade.
- Microsoft Learn, Microsoft 365 Apps auf Windows Server. Daraus Version 2602 und die Sicherheitsupdates bis zum 10.10.2028.
- Microsoft Lebenszyklus zu Exchange 2016, Exchange 2019 und Exchange Server SE.
- Microsoft Learn, Supportmatrix für Exchange. Daraus die Betriebssysteme für Exchange SE und die Regel zum Windows unter einem installierten Exchange.
- Microsoft Learn, Systemanforderungen für Exchange. Daraus die 128 GB für einen Postfachserver.
- Microsoft Learn, Upgrade auf Exchange Server SE. Daraus der neue Server ab Exchange 2016 und der direkte Weg ab Exchange 2019 mit CU14 oder CU15.
- Microsoft Techcommunity, Beitrag des Exchange-Teams zum Umstieg auf SE in der Fassung vom 26.08.2026. Daraus die Lizenz mit Abonnement oder Software Assurance und die Sperre für alte Versionen.
Stand dieser Angaben: 29.09.2026. Alle Termine und Bedingungen oben stammen von Microsoft und sind dort verlinkt. Ob Ihre Lizenzen für einen der Wege reichen, zeigt erst der Blick in Ihre Verträge, und eine Rechtsberatung ist diese Seite nicht.