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Domain umziehen

Domain und Postfächer umziehen, wenn der Webhoster nicht mehr passt

Liegen bei Ihnen Domain, Website und Postfächer beim selben Anbieter und reicht das nicht mehr, soll alles woandershin. Das kann an zu kleinen Postfächern liegen oder an einem fehlenden gemeinsamen Kalender für alle.

Dabei hilft es, den Umzug in seine Teile zu zerlegen. Jedes Teil kann an einer anderen Stelle hängen bleiben, und nicht jedes muss überhaupt umziehen.

Stand: 30.09.2026

Muss die Domain mit umziehen, wenn die Mails zu Microsoft 365 gehen?

Nein. Nach Microsofts eigener Beschreibung bleibt die Domain bei dem Anbieter registriert, bei dem sie gekauft wurde, und Microsoft 365 nutzt sie für die Mailadressen. Dafür kommen beim Anbieter der Domain einige Einträge dazu. Ihre Website läuft dabei weiter, wo sie ist.

Ob die Domain trotzdem den Anbieter wechselt, entscheiden Sie getrennt davon. Wer das alte Paket ganz kündigen will, muss sie allerdings umziehen, und die Website ebenso. Microsoft 365 enthält nach Microsofts Angaben keine öffentliche Website, sie braucht also einen eigenen Platz.

Vier Teile, die getrennt umziehen

Beim Webhoster sieht alles aus wie ein einziger Vertrag. Technisch sind es vier Dinge, und jedes davon kann bei einem anderen Anbieter liegen.

Die Domain ist auf einen Inhaber eingetragen und wird von einem Anbieter verwaltet, den DENIC als Provider bezeichnet. Diesen Provider darf der Inhaber einer .de-Domain nach DENIC jederzeit wechseln.

In den Nameservern stehen die Einträge, die sagen, wohin Mails und Seitenaufrufe gehen. Welche Nameserver zuständig sind, gehört bei DENIC zu den technischen Daten der Domain. Für die Post zählt der MX-Eintrag, über den andere Mailsysteme laut Microsoft Ihr Mailsystem finden.

Die Website liegt beim Webhoster auf einem Server und ist über Einträge in den Nameservern mit der Domain verbunden. Ob sie bleibt oder umzieht, ist eine Frage für sich.

In den Postfächern liegen die alten Mails, oft auch Kontakte und Kalender. Wie sie nach Microsoft 365 kommen, steht beim Umzug nach Exchange Online. Was Microsoft 365 an Schutz vor Werbung und Schadmails mitbringt, steht unter Spamfilter im Betrieb.

Zuerst klären, wem die Domain gehört

Den Umzug einer Domain beauftragt ihr Inhaber. Der alte Provider prüft nach DENIC, ob der Auftrag vom Inhaber oder von seinem gesetzlichen Vertreter kommt. Auch Microsoft schreibt für den Umzug der Postfächer, dass Sie vorher sicherstellen sollen, Besitzer Ihrer Domain zu sein.

Wie Sie nachsehen, auf wen Ihre Domain eingetragen ist, steht unter eigene E-Mail-Domain.

DENIC nennt selbst den Fall, dass eine Domain gar nicht auf den Betrieb eingetragen ist, sondern zum Beispiel auf die Werbeagentur. Dann muss man das nach DENIC direkt mit dem Eingetragenen klären, und DENIC kann dabei nichts tun.

Sehen Sie bei der Gelegenheit auch nach, ob Anschrift und Mailadresse stimmen. Richtige Daten sind nach den Richtlinien von DENIC Pflicht, und falsche oder fehlende berechtigen DENIC zur fristlosen Kündigung der Domain.

Wo ein Umzug hängen bleibt

Für den Wechsel des Providers braucht es ein Passwort, bei DENIC AuthInfo genannt und oft Auth-Code. Der alte Provider erzeugt es in Ihrem Auftrag, und Sie geben es dem neuen weiter. Stimmt es, zieht die Domain nach DENIC sofort um. Das Passwort verfällt nach 30 Tagen.

DENIC nennt drei Stellen, an denen sich das verzögert. Der alte Provider hat das Passwort noch nicht hinterlegt, er wurde gar nicht informiert, oder er erreicht Sie bei Rückfragen nicht. Ist der alte Provider nicht mehr aktiv, beantragt der neue das Passwort direkt bei DENIC. Es kommt dann per Einschreiben an die Anschrift, die in den Domaindaten steht. Ist Ihr Provider nicht mehr erreichbar oder kommen Sie dort nicht weiter, hilft DENIC nach eigenen Angaben vorläufig, bis Sie einen neuen Provider haben.

Riskant ist der Weg über die Kündigung. Manche lassen die Domain beim alten Anbieter löschen, um sie beim neuen frisch zu registrieren. Nach einer Löschung kann nach DENIC 30 Tage lang nur der bisherige Inhaber sie zurückholen. Danach kann sie jeder andere registrieren.

Bei den Postfächern hängt viel am MX-Eintrag. Nach Microsoft werden zuerst alle Postfächer in Microsoft 365 angelegt und erst dann der MX-Eintrag umgestellt, damit die Mails ohne Unterbrechung ankommen. Was ein veralteter Eintrag danach anrichten kann, steht auf der Seite zu E-Mail-Problemen.

Liegen die Postfächer beim Webhoster, beschreibt Microsoft für den Umzug den Weg über IMAP. Dafür braucht es die Kennwörter der alten Postfächer oder einen Adminzugang. Fehlt beides, werden die Kennwörter zurückgesetzt. Wer das neue Kennwort nicht kennt, kommt nach Microsoft nicht mehr in sein altes Postfach.

Mails, die größer als 35 MB sind, nimmt dieser Weg laut Microsoft nicht mit. Kontakte und Kalender wandern über IMAP überhaupt nicht mit und brauchen einen eigenen Weg. Je nach Webhoster gibt es neben IMAP auch andere Wege für den Umzug. Sind Kennwörter oder Adminzugang da, ändert sich für die Leute im Betrieb während der Übertragung nichts, bis das alte System abgeschaltet wird. Kündigen Sie das alte Paket deshalb erst, wenn alle Mails im neuen Postfach ankommen.

Auch die Domain braucht etwas Zeit. Microsoft prüft zuerst, ob sie Ihnen gehört. Das dauert bis zu zehn Minuten und bei manchen Registraren bis zu 48 Stunden. Für den Wechsel des Providers rät DENIC zu einer Woche Übergang, in der Sie über beide Anbieter erreichbar sind.

Hört der alte Anbieter ganz auf, verwaltet DENIC eine .de-Domain vorübergehend selbst, und niemand sonst kann sie registrieren. Der Inhaber bekommt einen Brief und hat einen Monat Zeit für den Wechsel zu einem neuen Provider. Stimmen die Kontaktdaten nicht, kommt der Brief nicht an, und DENIC löscht die Domain.

Was vor dem Umzug auf dem Tisch liegen sollte

  • Wer als Inhaber der Domain eingetragen ist, und ob Anschrift und Mailadresse stimmen.
  • Wo die Zugangsdaten zum Kundenkonto beim Webhoster liegen und wer sie kennt.
  • Wie viele Postfächer es gibt und welche davon noch jemand liest. Sammeladressen wie info@ können in Microsoft 365 ein freigegebenes Postfach werden.
  • Welche Weiterleitungen eingerichtet sind, damit keine davon beim Umzug unter den Tisch fällt.
  • Was mit den alten Mails passieren soll. Manche davon müssen Sie über Jahre aufbewahren, das steht unter E-Mail-Archivierung.
  • Wann der Vertrag beim alten Anbieter endet und was außer Domain und Mail noch darin steckt.
  • Wer sich künftig um die Website kümmert.

Wenn Sie den Umzug abgeben wollen

Wir sind die externe IT-Abteilung für Betriebe und Vereine im Raum Köln, die keine eigene haben.

Domains und Postfächer vom Webhoster umzuziehen, gehört zu unserer Arbeit. Wo noch keine Firmendomain da ist, richten wir eine ein. Ihre alten Mails nehmen wir beim Umzug mit. Welchen Weg wir dafür nehmen, hängt an Ihrem Webhoster.

In der Regel bleibt Ihre Domain bei Ihrem Webhoster, und dort werden auch die Einträge dazu verwaltet. Wir verknüpfen sie dann mit Microsoft 365 und anderen Diensten. Den Auth-Code beim alten Provider beantragen Sie selbst, oder wir machen das mit Ihrer Vollmacht. Um die Website kümmert sich bei uns ein Partner, mit dem wir den Umzug abstimmen.

Wir helfen bei allem, was mit Webhostern und Providern zu tun hat. Ist bei einer .de-Domain der alte Provider nicht mehr erreichbar oder niemand mehr zuständig, wenden wir uns an DENIC.

Beim Umzug setzen wir auch die drei Einträge, an denen Empfänger Ihre Mails als echt erkennen. Warum die zählen, steht unter Mails landen im Spam.

Den Umzug nach Microsoft 365 machen wir als Projekt mit vorher genanntem Preis oder nach Aufwand, je nachdem, was bei Ihnen passt. Wie wir sonst abrechnen, steht unter So rechnen wir ab.

Kostenfreies Erstgespräch

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Quellen

Stand dieser Angaben: 30.09.2026. Was hier zu Passwort, Löschung und Wegfall des Providers steht, gilt nach DENIC für .de-Domains. Für Ihre eigene Domain und Ihre Verträge mit dem alten Anbieter ist es keine Rechtsberatung.