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Neues Outlook

Das neue Outlook: was sich im Betrieb ändert und was der Chef entscheidet

Microsoft ersetzt das bisherige Outlook für Windows nach und nach durch ein neues Programm. Im klassischen Outlook steht dafür oben rechts ein Schalter „Neues Outlook ausprobieren“.

Wer ihn anklickt, arbeitet ab dann im neuen Programm, und im selben Büro laufen so schnell zwei Outlooks nebeneinander. Hier steht, was Microsoft zum Zeitplan und zu den Lücken schreibt, und was Sie für den ganzen Betrieb festlegen sollten.

Stand: 30.09.2026

Wie lange unterstützt Microsoft das klassische Outlook noch?

Bestehende Installationen des klassischen Outlook werden nach Microsofts eigener Angabe mindestens bis 2029 unterstützt. Ein festes Enddatum für das klassische Outlook aus dem Abo von Microsoft 365 gibt es bisher nicht. Gekaufte Versionen enden trotzdem an ihrem eigenen Termin. Für Outlook 2021 ist das der 13. Oktober 2026, für Outlook 2024 der 9. Oktober 2029.

Den Übergang teilt Microsoft in drei Stufen. In der ersten ist das neue Outlook ausgeschaltet, und wer will, probiert es über den Schalter aus. In der zweiten startet es von selbst, der Weg zurück bleibt aber offen. In der dritten gibt es keinen Weg zurück mehr, und neue Installationen aus dem Abo bringen das neue Outlook mit.

Vor der dritten Stufe will Microsoft mindestens zwölf Monate vorher Bescheid geben. Für die zweite Stufe sagt Microsoft diesen Vorlauf nur für die Enterprise-Pläne zu. Warum für Oktober 2026 manche Quellen den 14. nennen, steht in der Übersicht zum Support-Ende von Windows, Office und Servern.

Wo Microsoft heute schon umstellt

Für Betriebe mit einem Business-Plan von Microsoft 365 hat der automatische Wechsel im Januar 2025 begonnen. Wer das klassische Outlook im aktuellen Update-Kanal nutzt, bekommt mehrere Hinweise und landet danach von selbst im neuen Outlook. Zurückschalten geht jederzeit, und den automatischen Wechsel können Nutzer und Administrator abschalten.

Auch Windows bringt das neue Outlook inzwischen mit. Die alten Apps Mail und Kalender haben seit Ende 2024 keinen Support mehr, und ihre aktiven Nutzer stellt Microsoft auf das neue Outlook um. Auf neueren Versionen von Windows 11 ist es vorinstalliert, Windows 10 hat es Anfang 2025 über die Updates bekommen.

Wer Microsoft 365 neu auf einen Rechner spielt, bekommt seit Version 2502 beide Outlooks nebeneinander installiert, solange niemand es anders einstellt. Die Termine dazu, jeweils mit Quelle:

Datum Was passiert Quelle
August 2024 Das neue Outlook ist allgemein verfügbar. Microsoft Learn
31.12.2024 Kein Support mehr für die Windows-Apps Mail und Kalender. Microsoft Support
Januar 2025 Automatischer Wechsel für Business-Pläne im aktuellen Kanal beginnt. Microsoft Support
11.02.2025 Das Sicherheitsupdate für Windows 10 installiert das neue Outlook mit. Microsoft Learn
13.10.2026 Outlook 2021 und Outlook LTSC 2021 enden. Microsoft Learn
09.10.2029 Outlook 2024 und Outlook LTSC 2024 enden. Microsoft Learn
mindestens bis 2029 Bestehende Installationen des klassischen Outlook bleiben unterstützt. Microsoft Learn

Was im neuen Outlook fehlt oder anders läuft

Microsoft führt eine Vergleichstabelle zwischen beiden Outlooks, zuletzt aktualisiert am 23. September 2026. Für einen Betrieb zählen vor allem diese Zeilen.

  • Alte Datendateien

    PST-Dateien sind Outlook-Datendateien, in denen Mails außerhalb des Postfachs liegen. Das neue Outlook kann solche Dateien öffnen und Inhalte daraus übernehmen, Microsoft führt das aber nur als teilweise verfügbar. Auf Dateien in einer Netzwerkfreigabe greift das neue Outlook laut Tabelle gar nicht zu.

  • Erweiterungen

    Die klassischen Erweiterungen, sogenannte COM-Add-ins, laufen im neuen Outlook nicht. Microsoft verweist auf Web-Add-ins als Ersatz. Ob es die für Ihre Erweiterung gibt, weiß deren Anbieter.

  • Branchensoftware mit Outlook-Anbindung

    Andere Programme sprechen mit Outlook über Schnittstellen, die MAPI und Outlook-Objektmodell heißen. Beide führt Microsoft beim neuen Outlook als nicht unterstützt. VBA-Makros laufen dort ebenfalls nicht, und der Seriendruck ist nur teilweise verfügbar.

  • Arbeiten ohne Netz

    Das neue Outlook setzt laut Microsofts Planungshilfe eine Internetverbindung voraus. Offline arbeiten geht bei Mails und Kalender nur teilweise.

  • Postfächer für mehrere und das Archiv

    Ein freigegebenes Postfach lässt sich im neuen Outlook öffnen und auch als eigenes Konto einbinden. Der Zugriff als Stellvertreter ist nur teilweise verfügbar, das Online-Archiv dagegen voll. Warum ein Archiv mehr ist als ein alter Ordner, steht bei der E-Mail-Archivierung.

  • Exchange im eigenen Haus

    Ein Postfach auf einem eigenen Exchange-Server bindet das neue Outlook nur über IMAP an, mit entsprechend weniger Funktionen. Wie der Weg nach Microsoft 365 aussieht, steht beim Umzug nach Exchange Online.

  • Die Lizenz

    Für Outlook am Rechner braucht jeder Nutzer ein Paket mit den Desktop-Programmen, beim klassischen wie beim neuen. Wer nur Business Basic hat, nutzt Outlook im Browser und auf dem Handy.

Das Postfach selbst bleibt beim Wechsel, wo es ist. Umgestellt wird das Programm am Rechner. Auch Spam und Phishing melden geht in beiden Outlooks. Was davon schon vorher abgefangen wird, steht unter Spamfilter im Betrieb.

Was Sie als Chef festlegen

Microsoft beschreibt für die Umstellung zwei Wege. Entweder laufen beide Outlooks eine Zeit lang nebeneinander, oder alle wechseln auf einmal. Welcher Weg passt, entscheiden Sie für den ganzen Betrieb und nicht jeder Mitarbeiter für sich am Schalter.

  • Einen Zeitpunkt für alle

    Solange jeder selbst umschaltet, arbeiten im Büro Leute mit unterschiedlichen Funktionen. Legen Sie deshalb einen Termin fest. Bis dahin lässt sich der automatische Wechsel für alle abschalten und der Schalter ausblenden.

  • Erst testen, mit wenigen Leuten

    Microsoft plant in seiner Anleitung für die Umstellung eine Testphase von mindestens 45 Tagen ein. Nehmen Sie dafür Leute, die viel mit Outlook machen, etwa mit einem gemeinsamen Postfach oder mit der Branchensoftware.

  • Die Anbindungen vorher prüfen

    Fragen Sie beim Anbieter Ihrer Branchensoftware nach, ob sie mit dem neuen Outlook zusammenarbeitet. Dasselbe gilt für jede Erweiterung, die heute in Ihrem Outlook steckt.

  • Die Mitarbeiter einweisen

    Das neue Outlook sieht anders aus, und manches liegt an einer anderen Stelle. Microsoft nennt Schulung ausdrücklich als Teil der Vorbereitung. Planen Sie die Einweisung gleich für den Tag der Umstellung ein.

Hängt an einem Arbeitsplatz etwas, das nur im klassischen Outlook läuft, darf dieser Rechner dabei bleiben. Im Abo ist das nach Microsofts Angabe mindestens bis 2029 unterstützt.

Wenn wir die Umstellung übernehmen sollen

Wir sind die externe IT-Abteilung für Betriebe und Vereine im Raum Köln, die keine eigene haben.

Wir stellen Betriebe aktiv auf das neue Outlook um. Läuft bei Ihnen etwas nur im klassischen Outlook, etwa ein COM-Add-in, bleiben wir beim klassischen.

Fast alle unsere Kunden arbeiten mit Microsoft 365. Vereinzelt hängen bei ihnen alte Access-Datenbanken oder Excel-Anbindungen am klassischen Outlook. Auf Wunsch steuern wir den Wechsel zentral, immer nach Absprache mit Ihnen. Eine Einweisung für Ihre Mitarbeiter machen wir ebenfalls auf Wunsch.

Welches Outlook bei Ihnen passt, klären wir im Erstgespräch. Die Umstellung rechnen wir pauschal, als Projekt oder nach Aufwand ab. Wie wir Betreuung und Projekte abrechnen, steht unter So rechnen wir ab.

Kostenfreies Erstgespräch

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Quellen

Stand dieser Angaben: 30.09.2026. Alle Quellen oben am 30.09.2026 gelesen. Microsoft passt Zeitplan und Vergleichstabelle laufend an, maßgeblich ist deshalb der Stand auf den verlinkten Seiten.