Zum Inhalt

Mo bis Fr 8 bis 17 Uhr am Telefon: 0221 630615160

4,8 · 26 Google-Bewertungen Sie sind schon Kunde? Störung melden

Server und Speicher

SQL Server 2016 ohne Support: was das für Ihre Branchensoftware heißt

Unter Ihrer Branchensoftware kann eine Datenbank von Microsoft laufen, der SQL Server. Für die Fassung 2016 gibt es nach dem 14. Juli 2026 keine regulären Sicherheitsupdates mehr. Läuft Ihre Warenwirtschaft, Ihre Kanzleisoftware oder Ihr Praxisprogramm darauf, betrifft Sie der Termin. An der Oberfläche ist davon nichts zu sehen.

Hier steht, was seit dem Termin fehlt und woran Sie erkennen, ob Ihr Betrieb betroffen ist. Dazu die drei Wege, die Microsoft nennt, und was die Verlängerung gegen Geld verlangt. Für die Ausgaben Express, Web und Developer gibt es sie gar nicht.

Stand: 06.10.2026

Was heißt End of Life bei SQL Server 2016?

End of Life heißt bei SQL Server 2016: Nach dem 14. Juli 2026 liefert Microsoft für diese Fassung keine regulären Sicherheitsupdates mehr und nimmt dazu auch keine Supportanfragen mehr an. Die Datenbank arbeitet weiter wie am Tag davor. Eine Lücke, die ab jetzt gefunden wird, bleibt ohne Verlängerung offen. Verlängerte Sicherheitsupdates gibt es gegen Geld für höchstens drei Jahre, also bis zum 17. Juli 2029.

In Microsofts Lebenszyklus-Tabelle steht der 15. Juli, mit Uhrzeit in pazifischer Zeit. Im Text nennt Microsoft den 14. Juli 2026 als Support-Ende, und so steht er auch in unserer Liste der Support-Enden.

Jede Fassung von SQL Server pflegt Microsoft mindestens zehn Jahre, die ersten fünf mit allem und die zweiten fünf nur noch mit Sicherheitsupdates. Für die Fassungen nach 2016 sieht das so aus:

Fassung Sicherheitsupdates bis
SQL Server 2016 14.07.2026, vorbei
SQL Server 2017 12.10.2027
SQL Server 2019 Januar 2030
SQL Server 2022 Januar 2033
SQL Server 2025 Januar 2036

Woran Sie erkennen, ob Ihr Betrieb betroffen ist

Einen SQL Server kauft ein kleiner Betrieb meist nicht für sich allein. Er kommt mit der Branchensoftware ins Haus und läuft seitdem im Hintergrund auf dem Server mit. Deshalb geht die erste Frage an Ihr Softwarehaus: Welche Fassung der Datenbank läuft bei uns, und welche Ausgabe ist es?

Lautet die Antwort Express, Web oder Developer, gibt es nach Microsofts Angaben keine Verlängerung. Dann bleiben nur der Wechsel auf eine neue Fassung oder der Umzug in die Cloud.

Für das Gespräch mit dem Softwarehaus haben wir schon drei Fragen aufgeschrieben, die eine Antwort in Textform bringen. Dort geht es um Windows 11. Setzen Sie die Datenbank an dessen Stelle, dann passen die Fragen auch hier.

Läuft auf dem Server mehr als ein Programm, kann jedes seine eigene Datenbank mitbringen, und die muss nicht dieselbe Fassung haben. Fragen Sie deshalb für jedes Programm einzeln.

Was Sie mit der alten Datenbank machen können

Auf eine neue Fassung wechseln

Microsoft nennt als ersten Weg den Wechsel auf eine Fassung, die noch lange gepflegt wird, heute 2022 oder 2025. Dafür braucht es die Freigabe Ihres Softwarehauses, denn Ihr Programm muss die neue Fassung vertragen. Eine neue Lizenz kommt dazu, außer bei der kostenlosen Ausgabe Express. Neuere Fassungen laufen nach Microsofts Angaben nicht auf jedem alten Windows. Steht darunter noch Windows Server 2016, gehören beide Termine zusammen.

Die Datenbank in die Cloud

Der zweite Weg bringt die Datenbank in Microsofts Rechenzentrum, als virtuelle Maschine oder als verwalteter Dienst, bei dem Microsoft die Updates übernimmt. Ob Ihr Programm das mitmacht, entscheidet wieder das Softwarehaus. Manche Hersteller vermieten ihr Programm inzwischen aus dem eigenen Rechenzentrum, dann fällt der eigene Server an dieser Stelle weg. Welche Posten bei Cloud und eigenem Server in die Rechnung gehören, steht auf einer eigenen Seite.

Bleiben und die Updates verlängern

Der dritte Weg lässt alles, wie es ist, und kauft Zeit. Microsoft nennt die Verlängerung selbst eine Brücke bis zum Umstieg und nicht mehr. Gedacht ist sie für Programme, die der Hersteller für eine neue Fassung erst noch freigeben muss. Was sie verlangt, steht im nächsten Abschnitt.

Was Sie für die Verlängerung brauchen

Die Verlängerung ist ein Abonnement über Microsofts Dienst Azure Arc. Der Server bekommt dafür eine Verbindung zu Azure und muss sie halten. Fehlt sie länger als 30 Tage, endet das Abonnement. Abgerechnet wird stundenweise nach Prozessorkernen, mindestens vier je Maschine. Kündigen können Sie jederzeit, und wer auf eine neue Fassung wechselt, zahlt ab dann nichts mehr.

Beim Windows Server verlangt Microsoft dafür Software Assurance, also den laufenden Zusatzvertrag zur Lizenz, oder ein gleichwertiges Abonnement. Bei der Datenbank geht es auch ohne, dann läuft die Lizenz selbst als Abonnement nach Verbrauch über Azure. Wer erst nach dem Termin einsteigt, zahlt beim Einstieg die Zeit seit dem 15. Juli 2026 nach.

Die Verlängerung enthält nur Sicherheitsupdates, die Microsoft als kritisch einstuft. Und die kommen nur, wenn eine solche Lücke auftaucht, einen festen Takt gibt es nicht. Fehlerbehebungen, neue Funktionen und Support für die Datenbank selbst sind nicht dabei.

Microsoft beziffert die Verlängerung mit rund 75 Prozent des Lizenzpreises je Jahr, und länger als drei Jahre gibt es sie nicht. Zwei Bedingungen kommen dazu. Die Datenbank muss auf dem letzten Service Pack stehen, bei 2016 ist das Service Pack 3. Und es muss die Ausgabe Standard oder Enterprise sein.

Was sonst noch auf dem Server liegt

Auf dem Server, auf dem die Datenbank läuft, liegen oft weitere Termine. Windows Server 2016 bekommt bis zum 12. Januar 2027 Sicherheitsupdates, ein SQL Server 2017 bis zum 12. Oktober 2027. Läuft dort auch noch ein eigener Exchange, steht auch für ihn eine Entscheidung an: Subscription Edition oder Exchange Online.

Wer sowieso an den Server muss, nimmt alle diese Termine in einen Plan. Was dabei an Lizenzen und Kernen zählt, steht bei Server kaufen.

Wie wir das mit Ihnen angehen

Wir sind die externe IT-Abteilung für Betriebe und Vereine im Raum Köln, die keine eigene haben.

Wenn Sie nicht wissen, ob unter Ihrer Software ein SQL Server läuft, rufen Sie uns einfach an. Im Erstgespräch gehen wir mit Ihnen durch, welche Programme Sie haben und was darunter läuft.

Einen SQL Server installieren wir. Beim Serverwechsel ziehen wir die SQL-Datenbank auf den neuen Server mit um, in Abstimmung mit dem Softwarehaus. Welche Fassung der Datenbank Ihr Programm verträgt, klären wir mit Ihrem Softwarehaus, bevor etwas umgebaut wird. Die Fahrpläne der einzelnen Branchenprogramme kennt der Hersteller, nicht wir.

Einen neuen Server planen wir mit Ihnen, und die Virtualisierung darauf bauen wir selbst. Größere Umstellungen machen wir gern am Wochenende, abgestimmt mit Ihnen. Den alten Server warten wir weiter, solange sein Windows noch Sicherheitsupdates bekommt und die Platten halten.

Wie wir so ein Projekt abrechnen, steht auf So rechnen wir ab.

Kostenfreies Erstgespräch

Unverbindlich. Kostenfrei.

Oder rufen Sie direkt an: 0221 630615160

Auf Google: 4,8 von 5 Sternen bei 26 Bewertungen.

Quellen

Stand dieser Angaben: 06.10.2026. Jede Angabe oben steht so bei Microsoft und ist dort verlinkt. Welche Ausgabe und welche Lizenz bei Ihnen läuft, zeigt erst der Blick in Ihre Unterlagen. Eine Lizenzberatung im Einzelfall und eine Rechtsberatung ist diese Seite nicht.