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Systembetreuung

Support-Ende: Was an dem Tag wirklich passiert

Windows, Office, der Server im Keller, die Firewall an der Wand. Für jedes davon gibt es ein Datum, an dem der Hersteller aufhört, Sicherheitslücken zu schließen.

Hier stehen die Termine, die gerade anstehen, und was an dem Tag wirklich passiert. Bei manchen ist das nämlich nichts.

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Warum ein Support-Ende niemandem auffällt

Am Tag danach läuft alles weiter. Der Rechner startet, Word öffnet, der Server macht, was er gestern gemacht hat.

Was aufhört, sieht man nicht: Der Hersteller schließt keine Lücken mehr. Gefunden werden sie weiter, und ab dann steht die Beschreibung öffentlich im Netz, ohne dass es einen Patch dazu gibt.

Ein Support-Ende ist kein Ausfall. Es ist der Tag, ab dem jede neu gefundene Lücke offen bleibt.

Die Termine

Stand: 07.09.2026. Jede Zeile ist beim Hersteller nachgeschlagen, die Quelle steht daneben. Wo ein Hersteller selbst nur den Monat nennt, steht hier der Monat und kein ausgedachter Tag.

Datum Was endet Was an dem Tag wirklich passiert Quelle
14.10.2025, vorbei Exchange Server 2019, Ende des erweiterten Supports Der Tag ist vorbei. Für einen Exchange im eigenen Haus gibt es seitdem keine Sicherheitsupdates mehr. Das ist die unangenehmste Zeile in dieser Tabelle, weil ein Mailserver von außen erreichbar ist und deshalb auch von außen angegriffen wird. Der Weg heraus führt entweder auf die Nachfolgefassung, die weiter unterstützt wird, oder in die Microsoft-Cloud. Microsoft
14.10.2025, vorbei Office 2016 und Office 2019, Ende des erweiterten Supports Der Tag ist vorbei. Für beide Fassungen gibt es seitdem keine Sicherheitsupdates mehr, und zwar für das ganze Paket, Outlook eingeschlossen. Eine Verlängerung zum Kauf wie bei Windows 10 gibt es hier nicht: In Microsofts Liste der Produkte mit verlängerten Sicherheitsupdates steht Office nicht. Wer damit Mail macht, hat ein zweites Problem. Für die Verbindung zu Microsoft 365 hat Microsoft die Unterstützung dieser beiden Fassungen schon am 10. Oktober 2023 beendet (Quelle). Es läuft weiter, unterstützt wird es nicht. Und wer seinen Exchange selbst betreibt, liest die Zeile darüber gleich mit. Microsoft, Office 2019 und Office 2016
Dez 2025, vorbei Synology DSM 7.2, Ende der Wartung Der Tag ist vorbei. Für DSM 7.2 kommen keine Sicherheitsupdates mehr. Der Weg heraus ist in aller Regel das kostenlose Update auf DSM 7.3, das bis Oktober 2027 gepflegt wird. Ob Ihr Gerät den Sprung mitmacht, hängt am Modell, und das sehen wir nach, statt es zu raten. Synology, Life Cycle Policy
30.06.2026, vorbei Sophos UTM und SG-Serie, End of Life Der Tag ist vorbei. Wer eine gültige Lizenz hat, wird bis zu deren Ablauf weiter unterstützt, längstens bis zum 31.12.2026, je nachdem was zuerst eintritt. Wessen Lizenz vorher ausgelaufen ist, hat heute schon keinen Support. Sophos
14.07.2026, vorbei SQL Server 2016, Ende des erweiterten Supports Der Tag ist vorbei. Wer nichts gekauft hat, bekommt für die Datenbank unter seiner Branchensoftware seitdem keine Sicherheitsupdates mehr. Verlängerte Sicherheitsupdates gibt es, das erste Jahr läuft noch, siehe die Zeile weiter unten. Microsoft
13.10.2026 Windows 10, verlängerte Sicherheitsupdates, Jahr 1 Das erste gekaufte Jahr endet hier. Wer nichts kauft, bekommt danach keine Sicherheitsupdates mehr. Jahr 2 und Jahr 3 sind ebenfalls kaufbar, ihre Termine stehen als eigene Zeilen weiter unten. Microsoft
13.10.2026 Windows Server 2012 und 2012 R2, Jahr 3 der Verlängerung Endgültig Schluss. Microsoft führt für diese Server genau drei Verlängerungsjahre, und das dritte endet hier. Ein viertes gibt es nicht, auch nicht gegen Geld. Microsoft, Lebenszyklus und Microsoft, Fragen zur Verlängerung
13.10.2026 Office LTSC 2021, auch Professional Plus Endgültig Schluss. Microsoft schreibt: danach keine technische Unterstützung, keine Fehlerbehebungen, keine Sicherheitsupdates mehr. Der Weg raus ist Microsoft 365 Apps oder Office LTSC 2024. Microsoft
13.10.2026 Windows 11 24H2 in Home und Pro Nur dieser Versionsstand endet. Die neueren laufen weiter, 25H2 bis zum 13.10.2027. Der Weg dorthin ist ein Funktionsupdate und kein Kauf. Microsoft
13.10.2026 Windows Server 2022, Ende des Mainstream-Supports Für Sie ändert sich nichts. Sicherheitsupdates für das Betriebssystem laufen bis zum 14.10.2031 weiter (Quelle). Microsoft 365 Apps auf so einem Server bleiben auf Version 2608 stehen und bekommen Sicherheitsupdates bis zum 10.10.2028 (Quelle). zwei Quellen, jede am eigenen Satz
10.11.2026 Windows 11 23H2 in Enterprise und Education Derselbe Fall wie bei 24H2 in Home und Pro, vier Wochen später. 25H2 läuft dort bis zum 11.10.2028. Microsoft
31.12.2026 Sophos UTM und SG-Serie, letzter Tag der Nachfrist Danach ist auch für Geräte mit laufender Lizenz Schluss. Sophos
12.01.2027 Windows Server 2016, Ende des erweiterten Supports Der letzte Tag mit regulären Sicherheitsupdates. Eine Verlängerung gibt es, aber nur unter einer Bedingung. Die steht weiter unten. Microsoft
Feb 2027 Veeam Backup and Replication 12 Letzter Monat mit Support und Sicherheitsupdates. Neue Fehlerbehebungen gibt es für diese Fassung schon seit November 2025 nicht mehr. Diese Zeile wiegt schwerer, als sie aussieht: Auf dieser Software läuft in vielen Häusern die einzige Sicherung, die es gibt. Veeam, Product Lifecycle
Mai 2027 Veeam Backup for Microsoft 365, Fassung 8 Veeam nennt den Mai 2027 als letzten Monat mit Support und Sicherheitsupdates für diese Fassung. Wer sein Microsoft 365 damit sichert, sieht bis zum Frühjahr nach, auf welchem Stand die Installation läuft. Veeam nennt bei allen seinen Produkten den Monat und nicht den Tag. Veeam, Product Lifecycle
13.07.2027 SQL Server 2016, verlängerte Sicherheitsupdates, Jahr 1 Jahr 2 läuft bis zum 18.07.2028, Jahr 3 bis zum 17.07.2029. Wie bei Windows Server sind das kaufbare Jahre und keine Selbstverständlichkeit. Microsoft
Okt 2027 Synology DSM 7.3 (LTS), Ende der Wartung Danach folgt eine verlängerte Phase bis Oktober 2028, in der Synology nur noch kritische Sicherheitslücken schließt. Neue Funktionen und normale Fehlerbehebungen gibt es dann nicht mehr. DSM 7.4 wird bis Juni 2028 gepflegt. Synology nennt diese Termine selbst Näherungswerte. Synology, Life Cycle Policy
12.10.2027 Windows 10, verlängerte Sicherheitsupdates, Jahr 2 Das zweite gekaufte Jahr endet hier. Auch dieses Jahr ist eine Kaufentscheidung und keine Selbstverständlichkeit, wie bei Windows Server. Wer Jahr 1 übersprungen hat, zahlt es beim Einstieg mit. Das und die übrigen Bedingungen stehen weiter unten. Microsoft
12.10.2027 SQL Server 2017, Ende des erweiterten Supports Ein Jahr und drei Monate nach der 2016er Fassung. Wer jetzt sowieso an die Datenbank muss, klärt beide Termine in einem Zug, statt in zwei Jahren dasselbe Gespräch noch einmal zu führen. Microsoft
10.10.2028 Windows 10, verlängerte Sicherheitsupdates, Jahr 3 Endgültig Schluss. Mehr als drei Verlängerungsjahre verkauft Microsoft für Windows 10 nicht, und das dritte endet hier. Ein viertes ist in dem Programm nicht vorgesehen. Das ist damit die äußerste Grenze für jedes Gerät, das heute noch Windows 10 fährt: Bis dahin muss es umgestellt oder ersetzt sein. Microsoft
09.01.2029 Windows Server 2019, Ende des erweiterten Supports Weit weg, und genau deshalb steht es hier: Wer heute einen Server ersetzt, sollte wissen, welches Datum er sich damit einkauft. Bis dahin ändert sich an so einem Server nichts. Microsoft

Die erste Zeile ist mit Absicht noch da, obwohl der Tag vorbei ist. Termine, die abgelaufen sind, löschen wir hier nicht. Sie sind der Teil, bei dem sich Hinsehen am meisten lohnt, und wir schreiben dazu, was jetzt noch gilt.

Termine, die es nur für Ihre eigenen Geräte und Verträge gibt

Die Tabelle oben führt nur Termine, die für alle gleich gelten und die der Hersteller öffentlich nennt. Vier wichtige Fälle erfüllen das nicht. Ein Datum haben sie trotzdem, es steht nur woanders.

HP und Lenovo: das Datum vom Typenschild

Bei Rechnern, Notebooks und Servern gibt es keinen Stichtag für alle. Garantie und Service-Ende hängen an der Seriennummer, Gerät für Gerät. HP und Lenovo haben dafür je eine Abfrage, bei Lenovo lassen sich bis zu 1.000 Seriennummern auf einmal aus einer Tabelle prüfen. Genau das machen wir für Ihre Geräte.

VMware: Termine nur noch nach Anmeldung

Seit der Übernahme durch Broadcom liegt die Lebenszyklus-Übersicht hinter dem Support-Portal. Öffentlich kursiert für vSphere 8 der 11. Oktober 2027. Wir führen das oben bewusst nicht als Zeile, weil wir es nicht beim Hersteller nachschlagen können, und in dieser Tabelle steht nur, was nachgeschlagen ist. Wichtiger als das Datum ist ohnehin die andere Änderung: Kauflizenzen gibt es nicht mehr, nur noch Abonnements. Für einen kleinen Betrieb ist das die teurere Frage.

Hornetsecurity: das Datum aus Ihrem Wartungsvertrag

Für VM Backup, früher Altaro, gibt es keinen öffentlichen Ablaufkalender. Ältere Fassungen bleiben zum Herunterladen verfügbar, was in der Praxis heißt: Es läuft weiter, bis Ihr Wartungsvertrag ausläuft. Der Termin, der für Sie zählt, ist deshalb das Ende Ihrer Softwarepflege, und der steht in Ihren Unterlagen.

Telekom, Vodafone, NetAachen: Ihr Termin kommt per Post.

Ein bundesweites Abschaltdatum für Kupferleitungen gibt es nicht, egal was Schlagzeilen behaupten. Die Bundesnetzagentur hat am 19. Januar 2026 die Regeln dafür vorgelegt: Ein Gebiet wird erst umgestellt, wenn dort mindestens 80 Prozent der Haushalte und Betriebe Glasfaser bis in die Räume haben. Die Abschaltung wird mindestens 36 Monate vorher angekündigt, und mindestens 24 Monate vorher dürfen keine Kupfer-Tarife mehr verkauft werden. Für Sie heißt das: Der Termin gilt für Ihre Straße, nicht für Deutschland, und Sie erfahren ihn Jahre vorher von Ihrem Anbieter. Wer Ihnen heute ein Datum für Köln nennt, rät.

In allen vier Fällen gilt dasselbe: Wir sehen die Termine für Ihren Bestand einzeln nach. Das ist der Teil, den wir in der Serverbetreuung ohnehin führen, nur eben aufgeschrieben.

Was Sie getrost liegen lassen können

Windows Server 2022. Am 13. Oktober endet der Mainstream-Support, also die Phase, in der Microsoft ein Produkt noch weiterentwickelt. Danach kommt die verlängerte Phase mit Sicherheitsupdates, und die läuft hier bis 2031. Microsoft 365 Apps auf so einem Server bekommen keine neuen Funktionen mehr, Sicherheitsupdates dafür laufen bis Oktober 2028. Für den, der davor sitzt, ändert sich an dem Tag nichts.

Windows 11 auf einem alten Versionsstand. 24H2 in Home und Pro, 23H2 in Enterprise und Education: Das ist ein kostenloses Funktionsupdate und ein Wartungsfenster. Auf einem gepflegten Rechner passiert das ohnehin von allein.

Cyber Resilience Act: Sie sind wahrscheinlich nicht gemeint

Stand: 30.08.2026. Zum Cyber Resilience Act wird viel geschrieben, und das meiste davon richtet sich an jemand anderen als Sie. Der Cyber Resilience Act ist ein Gesetz für Hersteller, nicht für Anwender. Deshalb steht er hier nur als Einordnung.

Die Hauptpflicht knüpft daran, dass jemand ein Produkt in Verkehr bringt. Wer Geräte und Software kauft und einsetzt, tut das nicht. Auch eine Unternehmenswebsite fällt nicht darunter, solange sie nicht die Funktion eines Produkts trägt. Quelle: Verordnung (EU) 2024/2847, Artikel 13 Absatz 1 und Erwägungsgrund 12, abgerufen am 30.08.2026.

Es gibt drei Fälle, in denen ein ganz normaler Betrieb doch hineinrutscht, und alle drei haben mit Weitergabe zu tun: Wer Geräte oder Lizenzen an andere weiterverkauft, ist Händler. Wer Hardware aus einem Drittland erstmals in die EU bringt, ist Einführer. Und wer ein fremdes Produkt unter eigenem Namen anbietet oder wesentlich verändert und dann weitergibt, gilt als Hersteller.

Was Sie davon haben, ohne selbst etwas tun zu müssen

Mindestens fünf Jahre Sicherheitsupdates.

Der Hersteller muss einen Unterstützungszeitraum festlegen, und der beträgt mindestens fünf Jahre. Bei langlebigen Geräten wie Routern, Switches oder Steuerungen soll er länger sein, weil er die erwartete Nutzungsdauer widerspiegeln muss.

Das Support-Ende steht beim Kauf dran.

Mindestens mit Monat und Jahr, leicht zugänglich, und zusätzlich in den Unterlagen zum Produkt. Für die Beschaffung ist das die eigentliche Neuerung: Sie können das Enddatum künftig vergleichen, statt es zu suchen.

Kostenlose Sicherheitsupdates

Innerhalb des Unterstützungszeitraums darf für einen Sicherheitspatch kein Geld verlangt werden. Das trennt Sicherheitsupdates von Wartungsverträgen, die neue Funktionen bringen.

Und wenn der Hersteller aufhört, sagt er es vorher.

Wer seine Tätigkeit einstellt, muss die Nutzer und die Behörden vorher unterrichten. Genau dieser Fall trifft einen kleinen Betrieb am härtesten: wenn ein Softwarelieferant still verschwindet.

Quellen, alle abgerufen am 30.08.2026: Verordnung (EU) 2024/2847, Artikel 13 Absatz 8 (Unterstützungszeitraum), Absatz 19 (Angabe des Enddatums), Absatz 23 (Betriebseinstellung) und Anhang I Teil II Nummer 8 (kostenlose Verbreitung).

Datum Was gilt Was das für Sie heißt Quelle
11.06.2026, vorbei Kapitel IV gilt: die Stellen, die später prüfen sollen Der Tag ist vorbei und betrifft Sie nicht. Er steht hier, damit die Liste vollständig ist: Seitdem wird das System der prüfenden Stellen aufgebaut, damit ab Ende 2027 überhaupt jemand prüfen kann. Art. 71 Abs. 2
11.09.2026 Meldepflichten der Hersteller Ab diesem Tag muss ein Hersteller eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle binnen 24 Stunden melden. Für Sie ändert sich nichts, Sie sind kein Hersteller. Es ist trotzdem der nächste Termin der ganzen Seite, und er gilt auch für Produkte, die längst verkauft sind. Art. 14, Art. 69 Abs. 3
11.12.2027 Die Verordnung gilt vollständig Ab diesem Tag müssen neu in Verkehr gebrachte Produkte die Anforderungen erfüllen. Erst ab hier bekommen Sie beim Einkauf das Enddatum und die fünf Jahre. Was vorher in Verkehr gebracht wurde, bleibt außen vor, solange es nicht wesentlich geändert wird. Art. 71 Abs. 2, Art. 69 Abs. 2
11.06.2028 Alte Bescheinigungen laufen aus Vorher erteilte Prüfbescheinigungen gelten längstens bis zu diesem Tag. Für Sie ohne Handlungsbedarf, für Ihren Lieferanten der Tag, an dem er nachweisen muss. Art. 69 Abs. 1

Worauf Sie beim Einkauf aufpassen müssen: Der Bestandsschutz hängt am Inverkehrbringen, nicht am Kaufdatum. Ein Gerät, das 2027 in den Handel kam und 2028 aus dem Lager bei Ihnen ankommt, trägt weder ein Enddatum noch die fünf Jahre. Wer 2028 einkauft und sich auf die neuen Angaben verlässt, verlässt sich auf etwas, das für dieses Gerät nie galt. Quelle: Verordnung (EU) 2024/2847, Artikel 69 Absatz 2 und Artikel 3 Nummer 21, abgerufen am 30.08.2026. Was eine wesentliche Änderung ist, steht in Artikel 3 Nummer 30. Ob und in welcher Höhe Deutschland eigene Sanktionen erlässt, haben wir nicht geprüft.

Bei Sophos, Windows Server 2016 und Windows 10 kommt es drauf an

Das sind die Stellen, an denen wir nachfragen müssen, bevor wir etwas zusagen können.

Sophos: das Ablaufdatum Ihrer Lizenz

Unterstützt wird bis zum Ablauf Ihrer Lizenz oder bis zum 31.12.2026, je nachdem was zuerst eintritt. Wessen Lizenz im Sommer 2026 ausgelaufen ist, der hat heute schon keinen Support mehr. Das Modell auf dem Gerät reicht deshalb nicht, wir brauchen das Ablaufdatum der Lizenz. Und eine Firewall ohne Sicherheitsupdates wiegt schwerer als ein Arbeitsplatz ohne, weil sie genau das Gerät ist, das von außen erreichbar sein muss. (Quelle: Sophos)

Windows Server 2016: Software Assurance als Bedingung

Verlängerte Sicherheitsupdates gibt es für Server 2016 über Azure Arc, sie decken die Zeit vom 12.01.2027 bis Januar 2030 ab (Quelle). Microsoft verlangt dafür Software Assurance oder ein gleichwertiges Server-Abonnement, und der Weg über einen Service-Provider-Vertrag, der bei Server 2012 noch offensteht, steht bei Server 2016 nicht zur Verfügung (Quelle). Wer seinen Server damals als Einzel- oder OEM-Lizenz gekauft hat und nie Software Assurance hatte, kann die Verlängerung nicht kaufen. Dann bleiben zwei Wege: umziehen, oder die Maschine in die Cloud holen. Das ist eine Prüfung in Ihrer Lizenzablage und keine Frage, die man am Telefon beantwortet.

Bei Windows 10 zahlt man ein übersprungenes Jahr nach.

Die verlängerten Sicherheitsupdates sind kumulativ: Wer in Jahr 2 einsteigt, bezahlt Jahr 1 mit. Dazu kostet jedes Jahr das Doppelte des Vorjahres, höchstens drei Jahre lang. Das Gerät muss auf Version 22H2 stehen, sonst geht es gar nicht. Für Betriebe gilt das Programm für Pro, Enterprise und Education. (Quellen: Microsoft zum Programm für Windows 10 und Microsoft zu den Editionen)

Bei einem Gerät, das ohnehin Windows 11 könnte, ist die Verlängerung nach kurzer Zeit teurer als der Umstieg. Sie ist die Antwort für die Geräte, die nicht können, also die, die an einer Maschine, einem Messgerät oder einer alten Fachanwendung hängen.

Warum manche Quellen den 14. Oktober nennen

In Microsofts Lebenszyklus-Tabellen steht als Enddatum der 14. Oktober 2026, 6:59:59 Uhr.

Im Klartext schreibt Microsoft an zwei Stellen den 13. Oktober: in der Ankündigung zu Office LTSC 2021 und in den Fragen und Antworten zur Verlängerung. Der letzte Tag mit Updates ist der 13. Oktober 2026. Wenn jemand mit dem 14. kommt, liest er die Tabelle und nicht den Text.

Sie haben vier Möglichkeiten

Welcher Weg es wird, hängt am einzelnen Gerät.

  1. Nichts tun.

    Wo nur ein Funktionsupdate ansteht oder wo der Support ohnehin weiterläuft, ist nichts zu entscheiden.

  2. Updaten.

    Bei den Windows-11-Versionsständen ein Wartungsfenster, sonst nichts.

  3. Verlängerte Sicherheitsupdates kaufen.

    Gibt es für Windows 10 und für Windows Server 2016, mit den Bedingungen von oben. Der Termin kommt damit wieder, nur später und teurer.

  4. Umziehen oder tauschen.

    Bei Windows Server 2012 und Office LTSC 2021 der einzige Weg, weil es dort nach dem Stichtag nichts mehr gibt.

Bei den Arbeitsplätzen lohnt sich vorher eine Prüfung. Manche Rechner zeigen Windows 11 nur deshalb nicht an, weil TPM oder Secure Boot im BIOS abgeschaltet sind. Das ist eine Einstellung und kein Neukauf. Was wirklich getauscht werden muss, steht danach als Liste da.

Wir sagen Ihnen rechtzeitig Bescheid, auch wenn nichts zu tun ist

Auf unserer Seite zur Server-Wartung steht der Satz, dass wir Ihnen rechtzeitig sagen, wann ein Gerät an sein Ende kommt. Diese Seite ist der Teil davon, den Sie selbst nachlesen können.

Und in beide Richtungen: Wenn Ihr Server das noch zwei Jahre kann, sagen wir Ihnen das.

Eine Grenze gehört dazu. Ob ein Umzug klappt, entscheidet meistens nicht das Betriebssystem, sondern die Fachanwendung darüber. Wir betreuen Ihren Server, wir kennen aber nicht die Fahrpläne jeder Branchensoftware. Deshalb fragen wir vor einem Umzug beim Hersteller Ihrer Anwendung nach, bis wann er das darunterliegende System unterstützt.

Stand dieser Angaben: 07.09.2026. Jede Zeile oben ist beim Hersteller nachgeschlagen und dorthin verlinkt. Wir sehen die Liste regelmäßig durch, wann zuletzt, steht in diesem Datum. Hersteller ändern ihre Angaben trotzdem: Wenn bei Ihnen eine Entscheidung daran hängt, sehen Sie zusätzlich in der verlinkten Quelle nach.

Steht bei Ihnen etwas auf dieser Liste?

Wenn Sie nicht sicher sind, was bei Ihnen überhaupt läuft, ist das der Normalfall. Im Erstgespräch gehen wir durch, welche Geräte und welche Programme Sie haben. Am Ende steht eine Liste mit dem, was bei Ihnen läuft, und daneben das Datum.

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