Zum Inhalt

Microsoft 365

Business Basic: wofür es reicht und wofür nicht

Business Basic ist das günstigste der Business-Pakete von Microsoft. Es kostet 6,07 € je Benutzer und Monat im Jahresabo mit jährlicher Zahlung, 7,28 € im Monatsabo, jeweils netto und Stand 09/2026.

Stand: 17.09.2026

Das ist die Hälfte von Business Standard. Und genau deshalb lohnt es sich, einmal genau hinzusehen, was bei der Hälfte fehlt.

Die eine Zeile, auf die es ankommt

In der Dienstbeschreibung der Office-Programme gibt es eine Tabelle, in der Microsoft für jedes Paket aufführt, was drin ist. In der Zeile für Word, Excel, PowerPoint, OneNote, Outlook, Publisher und Access steht bei Business Basic ein einziges Wort: „Nein“.

Bei Apps for Business, Business Standard und Business Premium steht dort „Ja“.

Die deutsche Produktseite sagt dasselbe freundlicher. Dort heißt es „Web- und mobile Versionen von Word, Excel, PowerPoint und Outlook“, und in der App-Liste steht durchgehend „nur im Web und auf dem Mobilgerät“.

Basic heißt also: Word und Excel im Browser und auf dem Handy. Auf dem Rechner installiert wird nichts.

Outlook auf dem Rechner geht mit Basic allein nicht

Diesen Punkt sieht man auf der Preisseite nicht. In der Exchange-Dienstbeschreibung steht er in Fußnote 8. Sie gilt für Office 365 E1, Microsoft 365 Business Basic und Exchange Online P1 oder P2. Betroffen sind Outlook für Windows, das klassische Outlook für Windows und Outlook für Mac. Diese Programme müssen „zuerst mit einem Konto lizenziert werden, das die Rechte für Microsoft 365-Desktop-Apps enthält.“

Übersetzt: Ein Basic-Nutzer darf Outlook am Rechner nur benutzen, wenn er zusätzlich eine Lizenz mit Desktop-Rechten hat. Basic allein reicht nicht.

Wer im Betrieb gewohnt ist, morgens Outlook zu öffnen, arbeitet mit Basic im Browser. Das kann gehen. Es sollte nur vorher entschieden sein und nicht nachher auffallen.

Die Grenze beim Bildschirm

Eine Einschränkung steht nicht in der Paketbeschreibung, sondern in zwei Fußnoten.

Die mobilen Office-Apps dürfen Basic-Nutzer laut Dienstbeschreibung der Office-Programme nur auf Geräten verwenden, deren eingebauter Bildschirm „10,9 Zoll oder weniger diagonal“ misst. Für die mobile Outlook-App nennt die Exchange-Dienstbeschreibung eine andere Zahl, nämlich 10,1 Zoll.

Beide Angaben stehen so bei Microsoft (Stand 09/2026), in zwei verschiedenen Dokumenten. Wer sichergehen will, rechnet mit der kleineren. Praktisch heißt das: Auf dem Handy geht Basic, auf einem großen Tablet als Hauptgerät nicht.

Was Basic sonst noch fehlt

In derselben Tabelle stehen bei Basic weitere Zeilen auf „Nein“, bei Standard und Premium auf „Ja“. Für einen kleinen Betrieb zählen vor allem diese:

  • Apps für den Mac. Auch dort nur Browser.
  • Offline-Arbeit. Ohne Internet kein Word und kein Excel.
  • PowerQuery, PowerPivot und 3D-Karten in Excel. Wer Auswertungen baut, merkt das zuerst.
  • Gruppenrichtlinien. Die Programme lassen sich nicht zentral voreinstellen.
  • OneNote am Rechner mit Zugriff auf die Notizbücher.
  • Die Anbindung der Office-Programme an Archiv und Aufbewahrung. Die Archivierung selbst hat auch Standard nicht, die gibt es erst mit Premium.

Was Basic voll enthält

Die Kehrseite ist genauso wichtig, denn beim Postfach spart Basic nichts ein. Der Speicher ist gleich groß wie bei den teureren Paketen (Stand 09/2026).

  • Postfach mit 100 GB, genau wie Standard und Premium.
  • Archivpostfach mit 50 GB, genau wie Standard.
  • 1 TB OneDrive je Nutzer.
  • SharePoint für gemeinsame Ablagen.
  • Microsoft Teams, außer in der Variante „EWR (ohne Teams)“ für 4,67 € im Jahresabo.
  • Der Spam- und Schadsoftwarefilter von Exchange Online.
  • Stellvertretungen, Abwesenheitsnotizen, Posteingangsregeln und Ressourcenpostfächer für Räume.

Wer also nur Mail, Kalender, Teams und einen Dateiablageort braucht, bekommt bei Basic dasselbe wie bei Standard.

Wo Basic trägt

  • Werkstatt, Lager, Montage, Fahrdienst. Leute, die Mails lesen, Termine sehen und Dokumente öffnen, aber keine bauen.
  • Empfang und Aushilfen, deren Arbeit ohnehin im Browser oder in einer Branchensoftware läuft.
  • Randplätze in einem Betrieb, dessen Büro Standard oder Premium hat. Die Pakete lassen sich im selben Firmenzugang bei Microsoft mischen, dem sogenannten Mandanten. Wie man das Paket für jeden Arbeitsplatz findet, steht im Lizenzvergleich.
  • Zweitgeräte, auf denen jemand nur kurz nachsieht.

Wo Basic nicht trägt

  • Buchhaltung. Keine Programme auf dem Rechner, keine Add-ins, kein PowerQuery, kein Offline. Hier fällt die Wahl zwischen Business Standard oder Premium.
  • Jeder, der Outlook auf dem Rechner braucht, ohne eine zweite Lizenz mit Desktop-Rechten.
  • Arbeitsplätze mit schwachem Internet.
  • Mac-Arbeitsplätze, an denen ernsthaft gearbeitet wird.
  • Ein großes Tablet als Hauptgerät, wegen der Bildschirmgrenze.
  • Betriebe mit eigenen Excel-Vorlagen samt Makros.

Was Basic im Jahr spart

Gerechnet im Jahresabo, netto, Stand 09/2026: Basic kostet 72,84 € je Nutzer im Jahr, Standard 145,56 €. Jeder Platz auf Basic statt Standard spart 72,72 €.

Bei acht Plätzen in der Werkstatt sind das 581,76 € im Jahr. Das ist Geld, das ohne Einbuße gespart ist, solange die acht wirklich nur lesen.

Die Rechnung kippt, wenn jemand falsch eingestuft ist. Dann kommt zur Preisdifferenz die Arbeitszeit für die Umstellung: Lizenz wechseln, Programme installieren, Outlook einrichten. Zwei falsch eingestufte Plätze haben 145,44 € im Jahr gespart und zweimal Umstellungsarbeit erzeugt.

Bevor Sie jemanden auf Basic setzen

  1. Bei jedem Kandidaten für Basic eine Woche lang mitschreiben lassen, was er am Rechner öffnet. Tauchen Word oder Excel auf dem Rechner auf, ist Basic raus.
  2. Fragen, ob jemand Outlook am Rechner nutzt. Wenn ja, braucht er Standard oder eine andere Lizenz mit Desktop-Rechten.
  3. Die Bildschirmdiagonale der Tablets nachsehen. Steht sie über 10,1 Zoll, gehören sie nicht als Hauptgerät zu einem Basic-Platz.
  4. Prüfen, ob eine Branchensoftware ein installiertes Office verlangt.

Stellt sich ein Platz als falsch eingestuft heraus, ist das kein Drama. Das Postfach bleibt beim Wechsel auf ein größeres Paket, wie es ist.

Wer die Einstufung für Sie macht

Welcher Platz welches Paket braucht, lässt sich an einer Liste der Arbeitsplätze klären. Aufwendig wird es erst, wenn die Umstellung im laufenden Betrieb passiert.

Wenn Sie das abgeben möchten, übernehmen wir die Einstufung und die Umstellung als Teil der Betreuung. Wie wir Microsoft 365 betreuen, lesen Sie im Abschnitt Microsoft 365 auf der Leistungsseite.

Kostenfreies Erstgespräch

Unverbindlich. Kostenfrei.

Oder rufen Sie direkt an: 0221 630615160

Quellen

Stand dieser Angaben: 17.09.2026. Das hier fasst die Dienstbeschreibungen von Microsoft für Business Basic zusammen, Stand September 2026. Es ist keine Rechtsberatung. Welche Nutzung Ihre Lizenz genau deckt, regeln die Lizenzbedingungen von Microsoft in der jeweils geltenden Fassung.