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Windows 10

Unsere Rechner sind zu alt für Windows 11: welche Wege es gibt

Der Satz fällt in fast jedem Gespräch, und in den meisten Fällen stimmt er nicht.

Ein Rechner, auf dem Windows 11 nicht angeboten wird, ist nicht automatisch zu alt. Sehr oft fehlt nur eine Einstellung im BIOS. Der Unterschied zwischen diesen beiden Fällen ist in einem Betrieb mit 20 Arbeitsplätzen schnell der Unterschied zwischen ein paar Stunden Arbeit und einem fünfstelligen Betrag.

Deshalb ist der erste Schritt nicht der Einkauf. Er ist das Sortieren in drei Töpfe.

Stand: 17.09.2026

Topf 1: kann sofort

Das sind die Geräte, auf denen Windows 11 ohnehin angeboten wird. Für berechtigte Geräte kostet das Upgrade keine Lizenzgebühr. Microsoft, sinngemäß: Wenn Ihr PC für das Upgrade auf Windows 11 berechtigt ist, können Sie es kostenlos installieren.

Wer hier noch eine Verlängerung für Windows 10 kauft, bezahlt für etwas, das er kostenlos haben kann.

Topf 2: kann nach einer Einstellung

Das ist der Topf, der Geld spart, und er ist in den meisten Betrieben der größte.

Windows 11 verlangt unter anderem:

  • TPM 2.0, das Trusted Platform Module in Version 2.0
  • UEFI mit Secure-Boot-Fähigkeit
  • 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB freien Plattenplatz
  • einen Prozessor mit mindestens 1 GHz und zwei Kernen, 64 Bit
  • Grafik mit DirectX 12 und WDDM-2.0-Treiber, einen Bildschirm ab 9 Zoll und 720p

Das Entscheidende an TPM und Secure Boot: Beides ist in Geschäftsgeräten seit Jahren verbaut und im Auslieferungszustand oft abgeschaltet. Vor allem bei Rechnern, die damals mit Windows 10 kamen. Dann steht dasselbe Gerät nach einer BIOS-Einstellung im ersten Topf.

Eine Grundbedingung wird dabei gern übersehen: Für das direkte Upgrade muss das Windows 10 auf Version 2004 oder neuer stehen und das Sicherheitsupdate vom 14. September 2021 installiert haben.

Topf 3: kann nicht

Hier steht der Prozessor nicht auf Microsofts Liste, und daran ändert auch mehr Arbeitsspeicher nichts. Das ist die zweithäufigste Lage nach dem BIOS-Fall, und sie trifft Geräte, die im Alltag völlig in Ordnung sind.

Die Listen sind die Wahrheit, nicht die Generation. Microsoft führt für Windows 11 Version 24H2 je eine Tabelle für Intel und AMD. Am 17.09.2026 ausgezählt: Bei Intel sind die ältesten Einträge die 8. Core-Generation, bei AMD beginnt die älteste gelistete Ryzen-Serie mit der 2000er.

Halten Sie deshalb den genauen Prozessornamen gegen die Liste. Nicht das Baujahr, nicht das Gefühl.

Der Einbau ohne Freigabe: möglich, und für einen Betrieb die schlechteste Idee auf dieser Seite

Windows 11 lässt sich auf nicht unterstützter Hardware installieren. Microsoft verbietet es nicht. Microsoft sagt nur sehr deutlich, was dann gilt.

Sinngemäß: Wird Windows 11 auf nicht berechtigter Hardware installiert, bekommt das Gerät keinen Support von Microsoft. Wer das tut, sollte bereit sein, das Risiko von Kompatibilitätsproblemen zu tragen. Und: Für diese Geräte gibt es keine Garantie auf Updates, Sicherheitsupdates eingeschlossen.

Der Text, den jemand bei der Installation abnicken muss, ist noch klarer. Sinngemäß: Schäden am PC durch fehlende Kompatibilität deckt die Herstellergarantie nicht.

Dazu zwei Dinge, die im Alltag nerven. Auf dem Schreibtisch steht danach ein Wasserzeichen. Und der Rückweg ist kurz: Die Funktion „Zurück" gibt es nur zehn Tage lang, danach werden die dafür nötigen Dateien gelöscht.

Für einen Betrieb, der Kundendaten verarbeitet, kommt noch etwas dazu. Ein Gerät, dem der Hersteller ausdrücklich keine Sicherheitsupdates zusagt, ist gegenüber einer Aufsicht oder einer Cyberversicherung schwer zu vertreten. Was das genau bedeutet, steht in einem eigenen Text.

Wir bauen das deshalb in einem Betriebsnetz nicht ein. Zu Hause auf dem alten Laptop mag das jeder halten, wie er will.

Was Sie in zehn Minuten selbst nachsehen

An einem typischen Gerät reicht das hier:

  • msinfo32 öffnen. Dort stehen „BIOS-Modus" und „Sicherer Startzustand".
  • tpm.msc öffnen. Dort steht die Spezifikationsversion. 2.0 ist das Ziel.
  • Die PC Health Check App laufen lassen. Microsoft nennt sie selbst als Prüfmittel.
  • Den Prozessornamen notieren und gegen die Microsoft-Liste halten.

Wenn bei drei Rechnern dasselbe herauskommt, kennen Sie meistens schon das Bild für die ganze Abteilung. Dann wird aus der Frage „sind wir zu alt" eine Zahl.

Welcher Termin für welches Gerät gilt, steht in unserer Übersicht.

Was übrig bleibt, hat vier Möglichkeiten

Für die Geräte aus Topf 3 gibt es keine fünfte Antwort:

  1. Tauschen. Windows 11 kommt mit.
  2. Die Verlängerung kaufen, wenn das Gerät nur noch eine begrenzte Zeit gebraucht wird.
  3. LTSC prüfen, wenn es ein Sondergerät an einer Maschine oder einem Messplatz ist.
  4. Weiterbetreiben, aber nur mit einer dokumentierten Prüfung und zusätzlicher Absicherung.

Welcher Weg der richtige ist, hängt fast nie am Rechner. Er hängt daran, was auf dem Rechner läuft.

Das ist der Teil, den wir übernehmen

Geräte zählen, TPM und Secure Boot nachsehen, Prozessoren gegen die Liste halten, drei Töpfe daraus machen. Das ist keine Beratung, das ist Fleißarbeit, und sie geht schneller, wenn jemand sie schon hundertmal gemacht hat.

Wenn dabei herauskommt, dass Sie nur BIOS-Einstellungen brauchen und keinen einzigen neuen Rechner, dann ist das das Ergebnis. Wir schreiben es genauso hin.

Auf Wunsch bleiben die Rechner danach bei uns in laufender Pflege.

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Quellen

  • Microsoft: Windows 11 requirements. Mindestanforderungen und Ausgangsstand Version 2004 mit dem Update vom 14.09.2021. Wortlaut: „Trusted Platform Module (TPM) version 2.0" und „UEFI, Secure Boot capable".
  • Microsoft: Windows 11 24H2 supported Intel processors. Seitenhinweis „Updated February 27, 2025". Am 17.09.2026 ausgezählt.
  • Microsoft: Windows 11 24H2 supported AMD processors. Am 17.09.2026 ausgezählt.
  • Microsoft Support: Installing Windows 11 on devices that don't meet minimum system requirements. Wortlaut: „If Windows 11 is installed on ineligible hardware, your device won't receive support from Microsoft, and you should be comfortable assuming the risk of running into compatibility issues". Weiter: „these devices aren't guaranteed to receive updates, including but not limited to security updates". Zum Installationsdialog: „Damages to your PC due to lack of compatibility aren't covered under the manufacturer warranty". Dort auch Wasserzeichen und zehn Tage Rückweg.
  • Microsoft: Windows 11. Wortlaut: „If your PC is eligible to upgrade to Windows 11, you can install it for free".

Stand dieser Angaben: 17.09.2026. Alle Quellen am 17.09.2026 gelesen. Das ist eine Einordnung der Herstellerangaben, keine Rechtsberatung und keine Aussage über Ihre Gewährleistung im Einzelfall. Microsoft kann seine Prozessorlisten ändern.