Windows 10
Was die Windows-10-Verlängerung wirklich kostet, Jahr für Jahr
Die Zahl, die überall steht, ist 61 US-Dollar je Gerät. Das sind rund 53 Euro. Sie stimmt. Sie ist nur nicht die Zahl, um die es geht.
Denn Microsoft schreibt im nächsten Satz dazu: Der Preis verdoppelt sich jedes Jahr, höchstens drei Jahre lang.
Stand: 18.09.2026
Die Rechnung, die aus 53 Euro 372 macht
Microsoft nennt nur den Preis für das erste Jahr. Alles andere folgt aus der Verdopplung, und wir schreiben deshalb dazu, was gerechnet ist.
| Jahr | läuft bis | rund Euro je Gerät | US-Dollar |
|---|---|---|---|
| Jahr 1 | 13.10.2026 | 53 € | 61, so von Microsoft genannt |
| Jahr 2 | 12.10.2027 | 106 € | 122, gerechnet |
| Jahr 3 | 10.10.2028 | 213 € | 244, gerechnet |
| zusammen | 372 € | 427, gerechnet |
Einen Euro-Preis nennt Microsoft nicht, auch nicht auf der deutschen Fassung seiner Seite. Die Euro-Beträge sind umgerechnet zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 17.09.2026 (1 Euro = 1,1481 US-Dollar) und als Näherung zu lesen. Was Ihr Lizenzweg tatsächlich in Euro berechnet, legt Microsoft in der Händlerpreisliste fest, und das ist selten genau der Wechselkurs.
Bei 20 Rechnern sind das im ersten Jahr rund 1.060 Euro. Das klingt machbar, und deswegen sagt an der Stelle auch jeder ja.
Im dritten Jahr sind es rund 4.250 Euro für dieselben 20 Rechner. Und danach ist das Gerät drei Jahre älter und muss trotzdem getauscht werden.
Die Verlängerung ist eine Brücke und kein Weg. So sieht es auch Microsoft: gedacht, um sicher zu bleiben, bis man auf eine unterstützte Version umgezogen ist.
Später einsteigen spart nichts
Das ist der Irrtum, der am meisten Geld kostet.
Die Jahre bauen aufeinander auf. Wer erst im zweiten Jahr einsteigt, zahlt das erste mit, so steht es bei Microsoft. Wer also 2026 abwartet und erst 2027 kauft, bekommt für sein Geld weniger Zeit, nicht weniger Rechnung.
Halbe Jahre gibt es auch nicht, nur ganze.
Eine gute Nachricht steht daneben: Eine Mindestmenge gibt es nicht, eine einzige Lizenz reicht. Für drei Maschinenrechner muss also niemand ein Paket für die ganze Firma kaufen.
Der Rabatt, den kaum jemand kennt
Wer seine Rechner mit Microsoft Intune oder Windows Autopatch verwaltet, zahlt weniger. Microsoft nennt dafür 45 US-Dollar je Gerät für das erste Jahr, rund 39 Euro, und spricht von etwa 25 Prozent Nachlass. Über drei Jahre wären das nach derselben Verdopplung rund 274 statt 372 Euro je Gerät, gerechnet.
Zwei Dinge gehören ehrlicherweise dazu. Erstens steht diese Zahl nur in einem datierten Beitrag im Microsoft-Blog, nicht auf der laufend gepflegten Produktseite. Wir prüfen sie vor jedem Angebot gegen den Lizenzweg, statt sie zu versprechen. Zweitens ist Intune kein eigener Kaufweg: Gekauft wird weiter über die Volumenlizenzierung, Intune macht es nur günstiger und verteilt den Schlüssel.
Für einen Betrieb mit Microsoft 365 ist das trotzdem die interessanteste Zeile dieser ganzen Rechnung. Verwalten muss man die Rechner ohnehin, und hier zahlt sich das zweimal aus.
Auf Cloud-Maschinen kostet die Verlängerung nichts
Läuft Ihr Windows 10 als virtuelle Maschine bei Microsoft, ist die Verlängerung ohne Aufpreis dabei. Microsoft nennt dafür unter anderem Windows 365, Azure Virtual Desktop und virtuelle Maschinen in Azure.
Es gibt sogar einen Weg, auf dem der Rechner davor mitversorgt ist. Die Bedingungen sind aber hart. Das Gerät muss bei Microsoft Entra angemeldet sein, und der Nutzer muss sich mindestens alle 22 Tage mit demselben Konto daran anmelden.
Vier Wochen Urlaub, und das Gerät fällt raus. Deshalb rechnen wir diesen Weg nur, wenn Cloud-PCs ohnehin auf dem Plan stehen.
Die 26 Euro aus der Zeitung gelten für Ihr Wohnzimmer
Die einmaligen 30 US-Dollar, rund 26 Euro, die überall zu lesen sind, sind das Programm für Privatleute. Es läuft am Stück bis zum 12. Oktober 2027 und kennt keine Jahresstufen. Dazu gibt es zwei kostenlose Wege: die Sicherung der Einstellungen ins Microsoft-Konto oder 1.000 Microsoft-Rewards-Punkte.
Für die Firma gilt das nicht. Dort laufen Enterprise, Education und Pro in gewerblicher Nutzung über die Volumenlizenzierung, zu den Preisen oben.
Was Sie selbst klären können, bevor Sie irgendwo anfragen
Zählen, welche Geräte die Verlängerung überhaupt brauchen
Jeder Rechner, der Windows 11 kann, braucht keine. Manche zeigen Windows 11 nur deshalb nicht an, weil TPM oder Secure Boot im BIOS abgeschaltet sind. Welche Termine sonst noch anstehen, steht in unserer Übersicht, wann Ihre Software ausläuft.
Nachsehen, ob Intune im Haus ist
Oder ob es mit Ihrer Microsoft-365-Lizenz kommt. Das entscheidet über rund 39 oder 53 Euro im ersten Jahr.
Im Microsoft 365 Admin Center nachsehen
Unter Abrechnung, Ihre Produkte, Volumenlizenzierung. Dafür braucht das Konto die Rolle „Product Key Reader" oder „VL Administrator".
Klären, wer den Schlüssel für das zweite Jahr verteilt
Jedes Jahr hat eine eigene Aktivierungs-ID. Der Wechsel ist ein Arbeitsschritt auf jedem einzelnen Gerät und kein Selbstläufer. Die Lizenz kostet rund 106 Euro, der Mensch, der sie auf 20 Rechner bringt, kostet auch etwas. Genau das gehört bei uns zur laufenden Wartung.
Was wir in einem Angebot schreiben und was nicht
Microsoft nennt seine Preise in US-Dollar und ohne Steuerangabe. Die Euro-Beträge oben sind umgerechnet, damit Sie eine Größenordnung haben. In ein Angebot schreiben wir nur den Euro-Preis, den wir am Lizenzweg geprüft haben.
Wir zählen Ihre Geräte, teilen sie in drei Töpfe: kann Windows 11, braucht die Verlängerung, muss getauscht werden. Die Verlängerung rechnen wir nur für den Topf, für den sie überhaupt der richtige Weg ist. Bei allen anderen ist sie in kurzer Zeit teurer als das, was sie ersetzt.
Quellen
- Microsoft, Erweiterte Sicherheitsupdates für Windows 10: „61 USD pro Gerät für das 1. Jahr", Verdopplung je Jahr, höchstens drei Jahre, keine Mindestmenge.
- Microsoft, Lifecycle FAQ, Extended Security Updates: „a temporary bridge", „ESUs are cumulative", „can't buy partial periods".
- Microsoft, Windows IT Pro Blog, When to use Windows 10 Extended Security Updates, veröffentlicht 02.04.2024, geändert 25.06.2025: 45 USD mit Intune oder Autopatch.
- Microsoft, Enable Extended Security Updates for virtual machines: Cloud-Maschinen, Entra-Anmeldung, 22 Tage.
- Microsoft, Erweiterte Sicherheitsupdates für Privatkunden: 30 USD einmalig, bis 12.10.2027.
- Europäische Zentralbank, Euro-Referenzkurs US-Dollar, 17.09.2026: 1,1481.
Stand dieser Angaben: 18.09.2026. Alle Quellen am 17. und 18.09.2026 aufgerufen. Das ist eine Einordnung der veröffentlichten Listenpreise, keine Preiszusage und keine Steuer- oder Rechtsberatung. Was Ihr Lizenzweg tatsächlich berechnet, sagt Ihnen Ihr Angebot.