Rekordwert: Bitcoin kurzzeitig bei fast 7000 US-Dollar

November 3, 2017 3:30 pm Veröffentlicht von

Neuer Rekordwert für den Bitcoin

 

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag lag der Wert eines Bitcoins bei fast 7000 US-Dollar.
Grund für diesen Anstieg ist die große Nachfrage.
Doch wie funktioniert der Handel mit Bitcoins?

In unserem Artikel geben wir einen kurzen Überblick über das System, das hinter der Kryptowährung steckt.

 

 

Was sind Bitcoins?

Bei Bitcoins handelt es sich um sogenannte Kryptowährung, bzw. Kryptogeld. Sie sind damit ein digitales Zahlungsmittel, das auf solche Weise verschlüsselt ist, dass es nicht kopiert werden kann. Bitcoins wurden 2009 als Reaktion auf die Finanzkrise entworfen, um eine von Banken und Staaten unabhängige Währung zu schaffen. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche andere Kryptowährungen.

Seinen Wert erhält der Bitcoin, wie auch bei Papiergeld, durch das Einverständnis seiner Nutzer darüber, dass das Zahlungsmittel einen bestimmten Wert hat.
Um eine Inflation zu verhindern, ist die Anzahl der Bitcoins auf 21 Millionen begrenzt.

 

Was steckt hinter der Währung?

Überweisungen von Bitcoins funktionieren wie ein fortlaufendes kollektives Buchführungssystem:
Der Zahlungsverkehr läuft über ein Peer-to-Peer-Netzwerk ab. In einem Peer-to-Peer-Netzwerk kommuniziert ein Netzwerk von Computern direkt und auf gleichberechtigter Ebene. Sie sind unabhängig von einem zentralisierten System, bei welchem die Daten beispielsweise erst über einen Server fließen müssen. Die Informationen über die ausgeführten Transaktionen sind in einer sogenannten Block-Chain vermerkt.

 

Block-Chains
Bei einer Block-Chain handelt es sich um eine Aneinanderreihung von Datenblöcken, in denen die Transaktionen mit den Internetadressen der Sender und Empfänger enthalten sind, sowie die Menge der überwiesenen Bitcoins. Die enthaltenen Adressen geben allerdings nichts über die eigentliche Identität des Nutzers preis. Dieser bleibt anonym.
Die Block-Chain wird kontinuierlich aktualisiert und jeder Datenblock ist kryptografisch mit dem vorigen Block verknüpft. Auf diese Weise wird die Gültigkeit abgesichert und verhindert, dass dieselbe digitale Münze erneut vom ursprünglichen Besitzer zur Zahlung genutzt werden kann.

 

Verschlüsselung
Damit alles sicher funktioniert und Betrüger keine Chance haben, ist ein aufwändiger Verschlüsselungsalgorithmus notwendig.
Um Bitcoins zu nutzen, benötigt man zuerst eine digitale Geldbörse, das Bitcoin-Wallet. In diesem Wallet werden die Bitcoins gespeichert. Nach der Einrichtung des Wallets, die ohne Angabe von persönlichen Daten abläuft, erhält der Nutzer einen privaten und einen öffentlichen Schlüssel.
Der private Schlüssel dient dabei als Signatur für die Transaktion und der öffentliche Schlüssel als Mittel zur Überprüfung der Transaktion, welche für alle Nutzer im Bitcoin-Netzwerk einsehbar ist.

 

 

Woher bekommt man Bitcoins?

Man kann Bitcoins – wie auch „analoges“ Geld – ganz einfach als Zahlungsmittel für Waren und Dienstleistungen akzeptieren. Sollten Sie in Betracht ziehen, Bitcoins als Zahlungsart anzunehmen, sollten Sie jedoch beachten, dass auch hier Steuern anfallen.
Alternativ kann man Bitcoins bei entsprechenden Börsen gegen gängige Währungen eintauschen. Die Anonymität, die sonst im Umgang mit Bitcoins gewährleistet ist, wird durch die Verknüpfung mit einem Bankkonto allerdings etwas eingeschränkt.
Bitcoins lassen sich durch das sogenannte „Mining“, also das digitale Abbauen von Bitcoins, auch eigenhändig generieren.

 


 

 


 

Wie funktioniert Mining?

Ebenso wie beim Abbau von wertvollen Materialien, kommen auch beim digitalen Schürfen Werkzeuge zum Einsatz. Statt der Spitzhacke ist beim Bitcoin-Mining allerdings sehr leistungsfähige Hardware, wie beispielsweise leistungsstarke Grafikkarten, notwendig. Durch das erfolgreiche Ausführen von komplexen mathematischen Gleichungen werden Bitcoins generiert. Diese Gleichungen dienen zur Bestätigung der Transaktionen, die im Netzwerk ausgeführt werden und überprüft werden müssen.
Ohne Miner würde das Bitcoin-System also nicht funktionieren.

 

Angebot und Nachfrage

Um dem Bitcoin-Kurs ein gewisses Maß an Stabilität zu verleihen, ist die Komplexität der zu lösenden Rechenaufgaben an die Menge der Nutzer angepasst. Da das Bitcoin-System rein auf dem Prinzip Angebot und Nachfrage basiert, sind bei einer geringeren Anzahl an Nutzern die Rechnungen einfacher, als bei einer hohen Anzahl. Dazu kommt, dass die Menge der zu generierenden Bitcoins begrenzt ist.  Je höher die Nutzerzahlen, desto komplexer sind die Rechnungen. Je komplexer die Rechnungen, desto leistungsfähiger muss auch die eingesetzte Hardware sein. Mit herkömmlichen Computern ist hier also nicht viel zu erreichen, alleine schon mit Hinblick auf die anfallenden Stromkosten.

 

Risiken und Unsicherheiten

Beim Einsatz und Mining von Bitcoins ist allerdings Vorsicht geboten:
Der Wert eines Bitcoins neigt zu starken Schwankungen, da keine Regulierungsbehörde Einfluss auf den Zahlungsverkehr nimmt.
So hängt der Wert eines Bitcoins also immer von dem Interesse der Nutzer am Bitcoin-System ab. Wenn niemand mit Bitcoins zahlen möchte, dann schwindet auch der Wert.
Geht eine Bank pleite, ist man durch die Einlagenfonds abgesichert. Bei Bitcoins ist dies nicht der Fall.

Bitcoins und andere Kryptowährungen bieten eine ganze Menge Chancen und Möglichkeiten. Besonders als Zahlungsart für den Onlinehandel sind sie prädestiniert. Allerdings sollte man die Schwankungen und Unsicherheiten dieser digitalen Zahlungsmethoden nicht außer Acht lassen.
Für Interessierte bleibt also zu hoffen, dass der Markt sich nicht in zu vielen Kryptowährungen verliert und dass auch der Staat mitspielt. Denn die Steuerpflicht gilt ebenso für digitales Geld.

 

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Quellen:
https://www.pcwelt.de/a/neuer-rekord-bitcoin-kurzzeitig-ueber-6-300-dollar-wert,3448602

https://www.kreditkarte.net/kryptowaehrungen/