Chrome Cleanup scannt Ihre Dateien

April 6, 2018 10:01 pm Veröffentlicht von

Entdeckt! Sicherheits-Tool scannt auch private Dateien

Chromes Sicherheitstool Cleanup scannt Dateien auf Ihren Windows-Geräten

Beim Thema Datenschutz werden nach dem aktuellen Datenskandal bei Facebook viele hellhörig. Wir berichteten in unserem letzten Artikel darüber. Nun entdeckte die Sicherheits-Expertin Kelly Shortridge, dass ein Sicherheits-Tool von Chrome ohne die ausdrückliche Zustimmung der Nutzer auch lokale Dateien unter Windows scannt.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Chrome Cleanup arbeitet und was Sie für ein sicheres Surfen im Netz tun können.

 

Was ist die eigentliche Funktion von Chrome Cleanup?

Wer den Chrome-Browser verwendet, nutzt seit Herbst 2017 auch automatisch das integrierte Tool Chrome Cleanup mit. Dieses Tool läuft ausschließlich unter Windows und bietet einen Malware-Schutz beim Surfen im Internet. D.h. das Tool arbeitet im Hintergrund und warnt den Nutzer vor potentiell gefährlichen Seiten, Extensions und Toolbars.

Die eigentliche Funktion von Chrome Cleanup ist also, für ein sicheres Arbeiten im Web zu sorgen.

 

Scannen der lokalen Dateien ohne Wissen oder Zustimmung der Nutzer

Jedoch ist diese Schutz-Funktion wohl nicht die einzige, welche das Tool ausführt. Der Sicherheits-Expertin Kelly Shortridge fiel auf, dass auch Ihre privaten, lokalen Dateien, genauer ihr Windows Dokumente-Ordner, von Chrome Cleanup gescannt wurde.

Es überraschte Shortridge, dass gerade in Zeiten, in denen allerorts auf Datenschutz hingewiesen wird, Google Chrome eine neue Funktion einführt, ohne vorher ein Einverständnis einzuholen oder die Nutzer zumindest über die neue Funktion aufzuklären.

Zwar räumt die Sicherheitsexpertin ein, dass die Beweggründe von Google „eindeutig sicherheitsorientiert“ seien, jedoch lässt dieses Vorgehen des Internet-Dienstleisters auch eindeutig Transparenz und Benutzerfreundlichkeit vermissen.

 

Sicherheits-Tools wie Cleanup sind kein ausreichender Schutz für Angriffe aus dem Netz

Nun mögen sich einige denken: Zumindest schützt mich Chrome Cleanup vor Gefahren aus dem Netz. Jedoch stimmt dies nur zum Teil. Die alleinige Verwendung eines Sicherheits-Tools wie Cleanup ist nicht ausreichend für einen allumfassenden Schutz vor Bedrohungen aus dem Internet. Es kann jedoch eine sinnvolle Ergänzung Ihres Sicherheitskonzeptes darstellen.

Das Sicherheits-Tool scannt wöchentlich für etwa 15 Minuten Windows-Computer und meldet dem Nutzer anschließend, wenn es Malware entdecken konnte. Der Nutzer kann dann anschließend die Malware mit einem Klick vom Gerät entfernen lassen.

 

Die Scan-Funktion lässt sich nicht deaktivieren

Chrome Cleanup ist also eine nützliche Ergänzung für Ihr Sicherheitskonzept, wenn Sie das Scannen Ihrer lokalen Dateien nicht stört. Sollte es Sie jedoch stören, sollten Sie den Browser jedoch aktuell nicht nutzen, denn die Scan-Funktion der auf den Geräten befindlichen Dateien lässt sich aktuell noch nicht deaktivieren. Über die Einstellungen können Sie lediglich verhindern, das Chrome Cleanup gesammelte Daten über schädliche Prozesse auf Ihrem PC an Google weiterleitet.

 


Wenn Sie wissen möchten, wie Sie Ihre Daten besser schützen können, lesen Sie HIER.

 

 

 

 


 

3 Tipps für sicheres Surfen im Netz

 

Tipp 1: Browser-Updates

Um sich jederzeit vor Sicherheits-Risiken zu schützen sollten Sie immer schnellstmöglich bereitgestellte Updates installieren. Dies gilt für Ihr Betriebssystem genau so, wie für Ihre Software und Ihren Browser.

Sollten Sie nicht eingestellt haben, dass Updates auf Ihrem Gerät automatisch installiert werden, tun Sie dies umgehend!

Sie können auch überprüfen, ob die aktuellen Updates schon installiert wurden, indem Sie unter der Anwendung Einstellungen -> Update und Sicherheit auf Verlauf installierter Updates anzeigen klicken.

Lesen Sie mehr zur Wichtigkeit von Updates HIER und erfahren Sie außerdem, was Sie noch heute tun können, um Ihre IT zu sichern und zu optimieren.

 

Tipp 2: https://

Die Daten zwischen Webserver und Browser werden normalerweise über das unverschlüsselte http-Protokoll übertragen. Es gibt jedoch auch häufig die Möglichkeit, das verschlüsselte und sicherere https-Protokoll zu verwenden. Allerdings teilt der Webserver dem Internet-Browser nicht automatisch mit, wenn diese Möglichkeit besteht. Um dies zu verhindern und wann immer möglich das sichere https-Protokoll zu nutzen, können Sie die Erweiterung https everywhere zu Ihrem Browser hinzufügen. Für Chrome, Firefox und Opera ist diese Anwendung kostenlos. HIER geht es zum Download für Chrome.

 

Tipp 3: Sicherheitsrisiko Mobiles Endgerät

Das Smartphone ist als alltäglicher Begleiter schon längst nicht mehr wegzudenken. Neben Kommunikation und Zeitvertreib nutzen immer mehr Menschen das Smartphone oder Tablet auch zum Arbeiten unterwegs – eine willkommene Möglichkeit für Hacker, an sensible Daten und vertrauliche Informationen zu gelangen.

Das Fortbewegen im Internet birgt immer ein gewisses Sicherheitsrisiko. Besonders bei mobilen Endgeräten ist hohe Vorsicht geboten, weil diese sich nicht so umfangreich absichern lassen, wie Desktoprechner oder Laptops.

Nutzen Sie deshalb auf jeden Fall auch für Ihr mobiles Endgerät eine Antivirus-Software und stellen Sie sicher, dass Sie auch auf Ihrem Smartphone immer alle verfügbaren Updates installieren.

 


Sie interessieren sich für weitere Informationen zum Thema Risiko-Faktor mobiles Endgerät? Lesen Sie HIER.

 

 

 

 


 

Noch Fragen?

Für all Ihre Fragen zum Thema sicheres Surfen im Netz stehen wir von Kastl & Rieter Ihnen gerne zur Verfügung. Melden Sie sich doch gleich für unsere kostenlose Sicherheitsanalyse im Wert von über 500€ und legen Sie so den Grundstein für eine rundum abgesicherte IT.

Besonders für die IT von Unternehmen ist ein maßgeschneidertes Sicherheitskonzept heutzutage von größter Wichtigkeit. So mancher Cyberangriff hat bereits einen Betriebsausfall von mehreren Tagen ausgelöst.

Um solche Notfall-Situationen zu vermeiden, vereinbaren Sie einen Termin unter 0221 / 630 6151 60 oder über unser Kontaktformular und lassen Sie sich von uns beraten. Sie bekommen von uns ein auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse angepasstes, individuelles Sicherheitskonzept für Ihre Firmen-IT.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!
Ihr Team vom Kastl & Rieter IT-Service

 

Quellen:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-Chrome-Browser-scannt-lokale-Dateien-auf-Windows-PCs-4010887.html